Feuerwache Kaltenkirchen | Süderstaße 4 | 24568 Kaltenkirchen

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Rückblick auf das 1. Halbjahr 2022

Da unser 200. Einsatz auch gleichzeitig die ersten sechs Monate des Jahres abgeschlossen hat, nutzen wir hier die Chance und blicken auf das vergangene Halbjahr zurück.


Eine Gemeinschaft. Für die Gemeinschaft.


Die Freiwillige Feuerwehr Kaltenkirchen wurde mit ihren ehrenamtlichen Einsatzkräften von Januar bis Juni zu insgesamt 199 Einsätzen alarmiert. Das sind im Durchschnitt 1,09 Einsätze pro Tag, oder eine Alarmierung etwa alle 22 Stunden.

Besonders die ersten Monate standen ganz im Zeichen der Unwetter, welche zahlreiche Einsätzen mit sich brachten. Den Anfang machte Unwetter „Nadia“ am 29. und 30. Januar mit 18 Einsätzen. Im Februar folgten am 16. & 17. „Ylenia“ mit 16 und „Zeynep“ am 18. & 19. mit 27 Einsätzen. Der Schwerpunkt der Einsätze lag hier jeweils bei umgestürzten Bäumen und vom Wind verwehte Gebäudeteile und Absperrungen. Während Zeynep kam es am Samstagmorgen zusätzlich zu einem großflächigerem Stromausfall in Teilen des Stadtgebietes, welcher aber nur einige Erkundungsmaßnahmen nach sich zog und recht zeitnah wieder behoben werden konnte.

Mit dem Einmarsch Russlands in der Ukraine am 24. Februar begann eine Fluchtbewegung der dort lebenden Menschen, welche natürlich auch Kaltenkirchen erreichte und somit auch die Feuerwehr beschäftigte. Einerseits wurde die Unterbringung der Geflohenen in städtischen Gebäuden unterstützt. Weiterhin unterstützten wir die Hilfslieferungen an die in der Ukraine verbliebenen Menschen mit Material und Logistik. Direkte Unterstützung konnten die Einsatzkräfte in der polnischen Stadt Kalisz Pomorski leisten. Die Partnerstadt Kaltenkirchens bat die Stadtverwaltung um Hilfe bei der Unterbringung und Versorgung von zahlreichen Flüchtlingen. Daraufhin machte sich die Feuerwehr am 4. März mit Sachspenden ortsansässiger Unternehmen, sowie Feldbetten aus dem Bestand des Rettungszweckverbandes auf den Weg.

Den Schwerpunkt des Einsatzgeschehens stellt die Technische Hilfeleistung dar. Die Einsatzkräfte wurden in den ersten sechs Monaten insgesamt 122 mal alarmiert, davon zu zehn Tierrettungen und acht Verkehrsunfällen. Während die meisten Unfälle glücklicherweise glimpflich für die Beteiligten ausgingen, waren zwei Einsätze deutlich aufwändiger für die Einsatzkräfte der Feuerwehr. Am 8. April entwickelten sich mehrere gleichzeitige Unfälle auf der Autobahn zwischen Kaltenkirchen und Henstedt-Ulzburg zu einem Großeinsatz für Rettungsdienst und Feuerwehr mit zahlreichen beteiligten Fahrzeugen und 40 betroffenen Personen. Am 14. April wurden die Einsatzkräfte erneut auf die Autobahn alarmiert, wieder zwischen Kaltenkirchen und Henstedt-Ulzburg. Hier war ein PKW auf einen LKW aufgefahren. Die folgenden Bergungsmaßnahmen erwiesen sich als sehr aufwändig und sorgten für eine beinahe sechs-stündige Sperrung.

Auch der ursprüngliche Aufgabenbereich der Feuerwehr hielt die Einsatzkräfte regelmäßig auf Trab. Insgesamt wurden die Einsatzkräfte zu 70 Brandmeldungen alarmiert, einen Großteil machten dabei Kleinbrände und Brandmeldeanlagen aus. Weiterhin galt es am 2. Februar einen Wohnungsbrand mit gemeldeter Menschenrettung, sowie einen Kellerbrand am 25. Juni zu bekämpfen. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehrfrauen & -männer konnten Verletzungen und größerer Sachschaden verhindert werden.

Zusammenfassend zeigt auch das vergangene halbe Jahr erneut die stetig steigenden Herausforderungen an die Freiwillige Feuerwehr Kaltenkirchen auf. Die Anzahl der Einsätze nimmt weiter zu und fordert von den ehrenamtlichen Einsatzkräften ein außerordentliches Engagement. Auch steigt die geforderte Qualität der bei Einsätzen geleisteten Arbeit. Damit dies weiterhin in dem entsprechenden Maß gewährleistet werden kann, nehmen die Einsatzkräfte neben dem Einsatzdienst an zahlreichen Lehrgängen und Ausbildungsdiensten teil.


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