Feuerwache Kaltenkirchen | Süderstaße 4 | 24568 Kaltenkirchen

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Alarmstichworte

Um die Einsatzkräfte im Falle eines Einsatzes zu alarmieren wurde lange Zeit die „laute Alarmierung“ genutzt. Auch in Kaltenkirchen wurden die Feuerwehrfrauen und -Männer viele Jahre lang über Sirenen im ganzen Stadtgebiet zu Einsätzen gerufen. Doch seit vielen Jahren schon hat die Freiwillige Feuerwehr Kaltenkirchen auf die so genannte „stille Alarmierung“ über Digitale Meldeempfänger (DME) umgestellt. Jede Einsatzkraft verfügt dabei über einen persönlichen DME. Der Vorteil dieser Alarmierung ist nicht bloß die deutlich geringere Lautstärke, sondern auch die Möglichkeit, allen Einsatzkräften die wichtigsten Informationen bereits bei Alarmierung zukommen lassen zu können.

Seit der Übernahme des Kreis Segeberg durch die Kooperative Regionalleitstelle West wird auch die Feuerwehr Kaltenkirchen mit den Alarmstichworten des landeseinheitlichen Schadenartenkatalogs alarmiert.

Diese Alarmstichworte setzen sich aus den drei Grundschadenarten „Feuer“, „Technische Hilfeleistung“ oder „Notfall“ zusammen. Ihnen werden bei Bedarf zusätzliche Erweiterungen und Ergänzungen hinzugefügt, welche besondere Einsatzbereiche, Szenarien oder Ausmaße beschreiben.

Nachfolgend sind die häufigsten Alarmstichworte aufgeführt, womit die Freiwillige Feuerwehr Kaltenkirchen alarmiert wird. Auch erklären wir, was sich dahinter verbergen kann.

  • FEU AUS – Feuer, bereits gelöscht – Nachkontrolle gelöschter Feuer
  • FEU K – Feuer, kleiner Standart (Löschgruppe) – z.B. Containerbrand, brennender
    PKW innerorts
  • FEU – Feuer, Standart (Löschzug) – z.B. Feuer in/an Gebäude, brennender PKW außerorts, brennendes Großfahrzeug innerorts
  • FEU G – Feuer, größer Standart (Löschzug und Ergänzungslöschgruppe) – z.B. Wirtschaftsgebäude, Tiefgarage, brennendes Großfahrzeug außerorts
  • FEU 2 – Feuer, zwei Löschzüge – z.B. bestätigter Gebäudebrand
  • FEU 3 – Feuer, drei Löschzüge – keine Initialalarmierung, Anforderung nur durch Einsatzleiter vor Ort
  • FEU 4 – Feuer, vier Löschzüge – siehe FEU 3
  • FEU 5 – Feuer, fünf Löschzüge – siehe FEU 3
  • FEU 6 – Feuer, sechs Löschzüge – siehe FEU 3
  • FEU 7 – Feuer, mindestens sieben Löschzüge – höchste Alarmstufe für Brandbekämpfung, weiter siehe FEU 3
  • FEU … BAHN – Feuer … , im Bereich von Bahnanlagen
  • FEU … BMA – Feuer … , ausgelöste Brandmeldeanlage
  • FEU … RWM – Feuer … , ausgelöster Rauchwarnmelder
  • FEU … WALD – Feuer … , in einem Wald
  • FEU … X – Feuer … , mit CBRNE-Gefahrstoffen
  • FEU … Y – Feuer … , Menschenleben in Gefahr – Feuer mit in Brandobjekt vermissten oder eingeschlossenen Person(en)
  • FEU … R0R4 – Feuer … , Massenanfall Verletzter – Unterteilung in mindestens drei bis mehr als 50 Patienten
  • TH K – Technische Hilfeleistung, kleiner Standart (Löschgruppe mit hydraulischem Rettungssatz) – z.B. Person in festsitzendem Aufzug, Tragehilfe Rettungsdienst
  • TH – Technische Hilfeleistung, Standart (Rüstzug mit hydraulischem Rettungssatz) – z.B. VU PKW
  • TH G – Technische Hilfeleistung, größer Standart (Rüstzug und Ergänzungsfahrzeug zur schweren Rettung/Bergung) – z.B. VU LKW, VU mit mehreren beteiligten Fahrzeugen, Einsturz eines Gebäudes
  • TH 2 – Technische Hilfeleistung, zwei Rüstzüge – keine Initialalarmierung, Anforderung nur durch Einsatzleiter vor Ort
  • TH 3 – Technische Hilfeleistung, drei Rüstzüge – siehe TH 2
  • TH 4 – Technische Hilfeleistung, vier Rüstzüge – siehe TH 2
  • TH 5 – Technische Hilfeleistung, mindestens fünf Rüstzüge – höchste Alarmstufe für Technische Hilfeleistung
  • THAUST – Technische Hilfeleistung, austretende Betriebsstoffe – z.B. Ölspur bis 1km Länge, Bereitstellung Brandschutz nach VU
  • THAUST G – Technische Hilfeleistung, austretende Betriebsstoffe, größer Standart – z.B. Ölspur über 1km Länge
  • THDRZF – Technische Hilfeleistung, droht zu fallen – Äste oder Gebäudeteile drohen abzustürzen
  • THDRZS – Technische Hilfeleistung, droht zu springen – angedrohter Suizid durch Sprung aus großer Höhe
  • THGAS – Technische Hilfeleistung, Gas – Gasaustritt / -Geruch außerhalb von Gebäuden
  • THGAS HAUS – Technische Hilfeleistung, Gas – Gasaustritt / -Geruch innerhalb von Gebäuden
  • THHÖHE – Technische Hilfeleistung in großer Höhe / Tiefe – Höhenrettungsgruppe zusätzlich erforderlich
  • TH TV – Technische Hilfeleistung, Tür verschlossen – Türöffnung ohne initialen Rettungsdiensteinsatz
  • TH … BAHN – Technische Hilfeleistung … , im Bereich von Bahnanlagen
  • TH FLUG1 / TH FLUG2 – Technische Hilfeleistung, an oder in einem Flugzeug, noch in der Luft befindlich – Unterscheidung anhand des Startgewichtes unter/über 7,5to
  • TH G FLUG1 / TH G FLUG2 – Technische Hilfeleistung, an oder in einem Flugzeug, am Boden – Unterscheidung anhand des Startgewichtes unter/über 7,5to
  • TH TIER K – Technische Hilfeleistung, Tierrettung – Haustier/Kleintier
  • TH TIER – Technische Hilfeleistung, Tierrettung – Nutztier
  • TH TIER G – Technische Hilfeleistung, Tierrettung – Großtier
  • TH … WASSER – Technische Hilfeleistung auf oder im Wasser
  • TH … X – Technische Hilfeleistung … , mit CBRNE-Gefahrstoffen
  • TH … Y – Technische Hilfeleistung … , Menschenleben in Gefahr – z.B. VU mit im Fahrzeug eingeklemmter Person
  • TH … R0R4 – Technische Hilfeleistung … , Massenanfall Verletzter – Unterteilung in mindestens drei bis über 50 Verletzte
  • NOTF TV – Notfalleinsatz Rettungsdienst, Tür verschlossen – Notfalltüröffnung für den Rettungsdienst durch die Feuerwehr
  • NOTF TV NA – Notfalleinsatz Rettungsdienst, Tür verschlossen, mit Notarzt
  • NOTF DLK – Notfalleinsatz Rettungsdienst, zusätzlich Hubretter erforderlich
  • NOTF NA DLK – Notfalleinsatz Rettungsdienst mit Notarzt, zusätzlich Hubretter erforderlich
  • NOTF ADIP G – Notfalleinsatz Rettungsdienst, adipöser Patient – zusätzlich zum Rettungsdienst ist die Feuerwehr und ein Schwerlast-RTW erforderlich
  • NIL – Nicht in Liste – für Einsatzszenarien, welche durch keine der Grundschadenarten abgebildet werden

Hinter jedem dieser Alarmstichworte verbirgt sich eine feste Ausrückordnung der Einsatz- und Spezialfahrzeuge. Je nach Stichwort kann sich sogar der Ausrückbereich verändern und unter Umständen weit über das Stadtgebiet Kaltenkirchen hinaus ausweiten. Dies ist besonders bei Einsätzen des Gefahrgut-Einsatz-Zug (GEZ), oder des ELW 2 (als Teil der TEL Kreis Segeberg) der Fall.