Feuerwache Kaltenkirchen | Süderstaße 4 | 24568 Kaltenkirchen

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Feuer zerstört Flottkamp-Kindergarten

01. NOVEMBER 2003

Einsatzprotokoll

Am 01. November 2003 um 14:22 Uhr wurde die Feuerwehr Kaltenkirchen mit der folgenden Meldung alarmiert:
FeuMi, Kaltenkirchen, Am Kretelmoor, brennt Kindergarten

Folgende Einsatzkräfte waren im Einsatz:
80/11, 80/19, 80/24, 80/32, 80/44/1, 80/44/2, 80/45, 80/52, 80/54, 80/73, Kater 2/01, Rettungsdienst, Polizei

Eckdaten des Einsatzes:
14:22 Vollalarm für die FF Kaltenkirchen
14:31 Rückmeldung von der Einsatzstelle: starke Rauchentwicklung aus dem Gebäude
15:08 Rückmeldung von der Einsatzstelle: Feuer in der Zwischendecke
16:54 Rückmeldung von der Einsatzstelle: Feuer aus und die Einsatzstelle an die Kripo übergeben
17:14 Einsatzende für die Feuerwehr

Einsatz Nr.: 129
Anzahl Einsatzkräfte: 50
Einsatzleiter: Volker Mohr

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Presseberichte

Kaltenkirchen – Wenige Tage vor der Fertigstellung des neuen Daches hat am Sonnabend ein Feuer den evangelischen Flottkamp-Kindergarten in Kaltenkirchen verwüstet. “Die Räume wurden zerstört”, sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Volker Mohr (40). Die Kriminalpolizei geht von einem Schaden in Höhe von 50 000 Euro aus. Ursache war vermutlich ein technischer Defekt in einer Elektroleitung.

Da das Gebäude am Brookweg über keine Brandmeldeanlage verfügt, konnte das Feuer sich zunächst unbemerkt ausbreiten und eine extreme Hitze entwickeln. Passanten riefen die Feuerwehr, als wegen der hohen Temperaturen die Fensterscheiben platzten. Im Haus hatte die Hitze schon den Putz an den Wänden gesprengt.

50 Feuerwehrleute rückten nach dem Notruf aus. Um in das Gebäude zu gelangen, mussten sie Scheiben einschlagen. Da in dem Kindergarten sämtliche Türen offen gestanden hatten, konnte sich Rauch und Ruß im gesamten Haus ausbreiten.

Um an den Brandherd zu gelangen, mussten die Feuerwehrleute Teile der Decke abtragen. Nach 20 Minuten war das Feuer unter Kontrolle. Wenig später hatten die Einsatzkräfte die letzten Brandnester erstickt.

“Nach ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei Bad Segeberg dürfte die Ursache des Brandes auf einen Defekt nach elektrotechnischen Arbeiten im Gebäude zurückzuführen sein”, sagte ein Polizeisprecher.

“Wir sind entsetzt”, sagte Pastor Lothar Le Jeune (58). “Unsere Erzieherinnen stehen vor dem Nichts.” Besonders bitter: Zerstört wurden auch alle Artikel, die beim Basar am nächsten Wochenende verkauft werden sollten sowie das gesamte Spielzeug. Le Jeune hofft, die 120 Jungen und Mädchen im Gemeindezentrum und in anderen Gemeinderäumen betreuen zu können.

Quelle: Hamburger Abendblatt Online, Norderstedter Zeitung
Link:
http://www.abendblatt.de/daten/2003/11/03/225299.html
erschienen am 3. November 2003

Zündelnde Mädchen zerstörten Kita

Kaltenkirchen: Großfeuer im Flottkamp-Kindergarten ist aufgeklärt.

Kaltenkirchen – Rund fünf Monate nach dem Großfeuer in dem Kaltenkirchener Flottkamp-Kindergarten hat die Segeberger Kriminalpolizei die Tat aufgeklärt. Ein zwölf Jahre altes Mädchen und ihre sechs Jahre alte Freundin haben nach Erkenntnissen der Ermittler den Brand gelegt. Die Zwölfjährige gestand die Tat.

Bei dem Feuer am 1. November war die Kindertagesstätte der evangelischen Kirche am Brookweg weitgehend zerstört worden. Dach und Außenmauern blieben zwar intakt, doch die Räume wurden völlig verwüstet. Wo Hitze und Feuer keine Schäden anrichteten, war das Inventar dick mit Ruß überzogen. Der Schaden belief sich auf 300 000 Euro (wir berichteten).

Nach dem Ende der Löscharbeiten waren die Brandermittler der Kriminalpolizei zunächst von einem technischen Defekt als Brandursache ausgegangen. Am Tag waren Elektriker mit Installationsarbeiten beschäftigt gewesen. Auch die Eindrücke am Unglücksort hätten diese Vermutung zunächst bestätigt, sagte Polizeisprecherin Bianca Kohnke.

Intensivere Ermittlungen der Kripo hätten später jedoch Hinweise auf eine Brandstiftung ergeben. Die Polizeisprecherin: “Relativ schnell richtete sich ein Verdacht auf Kinder.” Kinder hatten über den Polizeiruf 110 das Feuer der Polizei gemeldet.

Der Polizei gelang es, die Anrufer ausfindig zu machen. Es handelte sich um ein damals zwölf Jahre altes Mädchen und ihre sechsjährige Freundin. Als das ältere Kind im Beisein ihrer Mutter von der Kripo befragt wurde, räumte es zunächst ein, die Kindertagesstätte vor Ausbruch des Feuers mit der jüngeren Freundin durch einen offenen Nebeneingang betreten zu haben. Diese Tür hatten die Kindergärtnerinnen offenbar versehentlich vor Beginn des Wochenendes nicht verschlossen. Im Laufe der Vernehmung habe sich das Mädchen dann immer weiter in Widersprüche verstrickt. Sie berichtete von Einzelheiten, die nur der Täter wissen konnte. Mit dem Vorwurf der Brandstiftung konfrontiert, gab das Kind schließlich zu, in der Tagesstätte mit Feuer gespielt zu haben. Dabei habe es einen Sessel in einem Flur in Brand gesteckt.

Die Löschversuche der Kinder schlugen fehl. Aus einer Telefonzelle riefen sie dann die Polizei an. Der Freiwilligen Feuerwehr Kaltenkirchen gelang es zwar sehr schnell, den Brand zu ersticken, die Männer konnten aber den hohen Sachschaden nicht verhindern.

“Eventuell müssen die Eltern jetzt mit hohen Regressansprüchen der Versicherungen rechnen”, teilte die Polizei mit. Eine abschließende Klärung sei aber noch nicht erfolgt.

113 Kinder wurden nach dem Brand in anderen Tagesstätten und Räumen der Kirchengemeinde provisorisch betreut. Am Montag konnten sie in ihre renovierte Kita zurückkehren, die sich jetzt “Arche Noah” nennt.

Quelle: Hamburger Abendblatt Online, Norderstedter Zeitung
Link:
http://www.abendblatt.de/daten/2004/04/07/281694.html
erschienen am 7. April 2004

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