Feuerwache Kaltenkirchen | Süderstaße 4 | 24568 Kaltenkirchen

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Feuer in chemischer Reinigung

11. JULI 1997

Einsatzprotokoll

Am 11. Juli 1997 um 02:20 Uhr wurde die Feuerwehr Kaltenkirchen mit der folgenden Meldung alarmiert:
Feuer, Kaltenkirchen, Schützenstraße

Folgende Einsatzkräfte waren im Einsatz:
80/11 (Einsatzleitwagen), 80/23 (Tanklöschfahrzeug 16/25), 80/32 (Drehleiter mit Korb 23/12), 80/44/1 (Löschgruppenfahrzeug 16), 80/44/2 (Löschgruppenfahrzeug 16/12), 80/45 (Löschgruppenfahrzeug 16-TS), 80/52 (Rüstwagen), 80/54 (Gerätewagen-Gefahrgut), Kater 11 (Einsatzleitwagen), ABC-Zug, Kreisfeuerwehrzentrale Segeberg, Rettungsdienst, Bauhof, Polizei

Eckdaten des Einsatzes:
02:20 Vollalarm für die FF Kaltenkirchen (Analoge Alarmierung: Schleifen 700, 701, 702 und parallel digitale Alarmierung)
02:25 Sirenenalarm für Kaltenkirchen
02:28 Rückmeldung von der Einsatzstelle: Feuer im hinteren Bereich der Wäscherei durch das Dach durchgebrochen
03:04 Hausanschluss durch die Schleswag abgeklemmt
03:43 Vom Einsatzleiter wird die ABC-Erkundungsgruppe angefordert
03:58 Vom Einsatzleiter wird die Kreisfeuerwehrzentrale mit 20 Atemschutzflaschen angefordert
04:07 Rückmeldung von der Einsatzstelle: Feuer unter Kontrolle, umfangreiche Nachlöscharbeiten
04:14 Rückmeldung von der Einsatzstelle: Anbau gelöscht
05:55 Es wird der Bauhof zur Umleitung des aufkommenden Straßenverkehrs und zur Sperrung angefordert.
05:59 Es wird damit begonnen Löschwasser aus dem Keller zu pumpen.
05:59 Alle Messungen des ABC-Zuges waren negativ.
09:47 Einsatzende für die Feuerwehr

Einsatz Nr.: 110
Anzahl Einsatzkräfte: 90
Einsatzleiter: Jürgen Wagner


Am 11. Juli 1997 um 14:24 Uhr wurde die Feuerwehr Kaltenkirchen mit der folgenden Meldung alarmiert:
Nachlöscharbeiten, Kaltenkirchen, Schützenstraße

Folgende Einsatzkräfte waren im Einsatz:
80/11 (Einsatzleitwagen), 80/19 (Mannschaftstransportwagen), 80/23 (Tanklöschfahrzeug 16/25), 80/32 (Drehleiter mit Korb 23/12), 80/44/1 (Löschgruppenfahrzeug 16), 80/52 (Rüstwagen)

Eckdaten des Einsatzes:
14:24 Vollalarm für die FF Kaltenkirchen (Analoge Alarmierung: Schleifen 700, 701, 702 und parallel digitale Alarmierung)
15:27 Rückmeldung von der Einsatzstelle: Brandnester in der Dachisolierung. Dach wird an mehreren Stellen geöffnet, Torf abgetragen und Hohlräume mit Schaum geflutet.
18:10 Einsatzende für die Feuerwehr

Einsatz Nr.: 111
Anzahl Einsatzkräfte: 27
Einsatzleiter: Thomas Schwedas-Kassebaum


Eingesetztes Gerät und Materialverbrauch

Auflistung der eingesetzten Geräte und Materialverbrauch beim Großfeuer und bei den anschließenden Nachlöscharbeiten am Nachmittag.

Gerät und Materialverbrauch:
40 Atemschutzflaschen, 3 Dunkhaken, 2 Einreißhaken, 2 Feuerwehräxte, 2 Motorkettensäge, 26 Pressluftatmer, 10 Sandsäcke, 8 Schaufeln, 12 Steckleiterteile, 1 Stromerzeuger, 2 Tauchpumpen, 1 Turbolüfter, div. Kleinwerkzeuge, div. Beleuchtungsgerät, 35.000 l Wasser, 200 l Schaummittel

Rohre:
6 C-Rohre, 2 B-Rohre, 1 Wenderohr, 1 Löschlanze, 1 Mittelschaumrohr

Schlauchmaterial:
20 C-Schläuche, 34 B-Schläuche, 2 B-Schläuche (35 m), 2 Schnellangriffschläuche


Pressebericht

hl Kaltenkirchen – Großeinsatz für die Feuerwehr Kaltenkirchen und den ABC-Zug aus Leezen: In der Schützenstraße 12 sind gestern am frühen Morgen die Innenräume der Firma “Wäscherei und Reinigung Mohr” völlig ausgebrannt. Wegen der dort gelagerten Reinigungs-Chemikalien wurde der ABC-Zug aus Leezen mitalarmiert, um eventuell austretende Schadstoffe zu lokalisieren und zu beseitigen.

Pressebild:

Beim Eintreffen der Kaltenkirchener Wehr schlugen die Flammen bereits aus dem Teerdach eines auf der Rückseite gelegenen Anbaus. Kaltenkirchens Wehrführer Jürgen Wagner: “Es war zunächst schwer für unsere Kameraden, in dem stark verwinkelten Altbau an den Brandherd zu gelangen.” Dabei mußten die eingesetzten Kräfte auf der einen Seite das sich rasch im Gebäude ausbreitende Feuer bekämpfen, zum anderen aber auch mit einem Wasservorhang angrenzende Gebäude vor einem Übergreifen des Brandes schützen. Mehr als sieben Stunden lang war die Wehr, die mit neun Fahrzeugen vor Ort war, im Einsatz. Wagner: “Unsere Jungs haben bis zur Erschöpfung gearbeitet.” Enttäuscht zeigte sich der Einsatzleiter über das Verhalten einiger Nachbarn: “Neugierig haben sie unsere Löscharbeiten verfolgt, aber nicht einer ist auf die Idee gekommen, unseren Leuten mal einen starken Kaffee zu kochen. Ein typisch städtisches Verhalten, das passiert in Dörfern und kleinen Gemeinden nicht.”

Mit dem Feuer wurden nicht nur Gebäudeteile, sondern auch Maschinen und zur Reinigung abgegebene Textilien zerstört. Das Geschäft sollte nach den Betriebsferien am kommenden Montag wieder geöffnet werden, zum Zeitpunkt des Feuers war es nicht bewohnt. Die Kripo bezifferte gestern den Schaden auf rund 300.000 Mark. Als Ursache wird ein technischer Defekt am Ölbrenner einer Dampfanlage nicht ausgeschlossen. Ein Sachverständiger des Landeskriminalamtes wurde eingeschaltet.

Quelle: Hamburger Abendblatt, Norderstedter Zeitung
               erschienen am 12. Juli 1997

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