Feuerwache Kaltenkirchen | Süderstaße 4 | 24568 Kaltenkirchen

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Explosion in einem Mehrfamilienhaus

15. MAI 2005

Einsatzprotokoll

Am 15. Mai 2005 um 17:28 Uhr wurde die Feuerwehr Kaltenkirchen mit der folgenden Meldung alarmiert:
FeuGr, Kaltenkirchen, Hamburger Str. 68, Explosion Haus

Folgende Einsatzkräfte waren im Einsatz:
80/11, 80/19, 80/24, 80/32, 80/44/1, 80/44/2, 80/45, 80/52, 80/54, 80/73, Kater 2/01, Kreisbrandmeister, Rettungsdienst, Polizei, Bauhof

Eckdaten des Einsatzes:
17:27 Über die Notrufe 110 und 112 gehen mehrere Notrufe ein, dass ein Haus explodiert sein. Vermutlich gibt es mehrere verletzte Personen.
17:28 Vollalarm für die FF Kaltenkirchen
17:35 Rückmeldung vom Einsatzleiter: eine Wohnung wurde komplett zerstört, Erkundung läuft
17:50 Rückmeldung von der Einsatzstelle: Feuer aus, gründliches Durchsuchen der Wohnung läuft, zwei Mieter mit Rettungswagen ins Krankenhaus
17:59 Kreisbrandmeister an der Einsatzstelle
18:35 Bürgermeister Zobel an der Einsatzstelle
19:00 Baustatiker an der Einsatzstelle
19:48 Bauhof mit Besenwagen an der Einsatzstelle
19:54 Rückmeldung von der Einsatzstelle: Wohnung unbewohnbar, Gebäude durch Statiker geprüft: “Keine weitere Einsturzgefahr.”
20:16 Einsatzende für die Feuerwehr

Einsatz Nr.: 70
Anzahl Einsatzkräfte: 60 (FF Kaltenkirchen)
Einsatzleiter: Jan Reiser, später Horst Wittorff

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Presseberichte

POL-SE: Kaltenkirchen – Explosion in einem Mehrfamilienhaus

Offensichtlich mächtig Glück hatten Anwohner eines Mehrfamilienhauses in der Hamburger Straße in Kaltenkirchen.

Ein 36-jähriger Mieter hatte gegen 17.30 Uhr Insektenspray in seiner Wohnung versprüht. Nach ersten Ermittlungen ist davon auszugehen, dass sich das versprühte Gasgemisch kurz darauf durch in einem Zimmer befindliche angeschaltete Computer entzündet hat. Dadurch wurde eine heftige Explosion ausgelöst. Trümmerteile flogen ca. 90 Meter weit nach draußen.

Offensichtlich haben günstige Umstände dazu geführt, dass in dem Wohnblock und der näheren Umgebung keine weiteren Personen verletzt wurden. Lediglich der Wohnungsinhaber musste mit Verbrennungen in das Krankenhaus eingeliefert werden.

Neben der betroffenen Wohnung wurden auch drunter und drüber liegende Wohneinheiten beschädigt. Der Sachschaden wird derzeit auf ca. 150.000 Euro geschätzt.

Quelle: www.presseportal.de
Link:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=19027
erschienen am 16. Juni 2005

Insektenspray durch Computer explodiert

Einsturzgefahr: Trümmer flogen bis zu 90 Meter durch die Luft. Kaltenkirchener Feuerwehr räumt das komplette Mietshaus.

Kaltenkirchen – Insektenspray und Computer – das kann ein hochexplosives Gemisch sein. Das mußten am Sonntag ein 36 Jahre alter Kaltenkirchener und seine 40 Jahre alte Frau feststellen: Es kam zu einer heftigen Explosion, bei der die Trümmer bis zu 90 Meter durch die Luft flogen. Allerdings hatte der Mann seine Angst vor Insekten offenbar übertrieben: Im Zimmer befanden sich 14 Spraydosen osteuropäischer Herkunft. Die Bewohner des Hauses mußten ihre Wohnungen wegen Einsturzgefahr verlassen.

Der Mieter einer Drei-Zimmer-Wohnung in einem Mietshaus an der Hamburger Straße hatte gegen 17.30 Uhr begonnen, Insektenspray zu versprühen. Eigentlich ein alltäglicher Vorgang, bei dem niemand an böse Folgen denkt. Vielleicht wären die Folgen auch nicht so heftig gewesen, wenn dem Mann normale Mengen Insektenspray genügt hätten. Er ging aber ganz anders zu Werke: Mit einer Gastmaske vor dem Gesicht rückte er den Tierchen in seiner Wohnung zu Leibe. Die Frau, die sich nicht in dem Raum aufhielt, trug keine Maske.

Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei davon aus, daß sich das versprühte Gasgemisch kurz darauf entzündete, weil im Zimmer ein Computer eingeschaltet war. Offenbar hatten sich größere Mengen des Giftes auf den erhitzten Computer gelegt und möglicherweise die Entlüftung verklebt, so daß es zu der folgenschweren Explosion kam. Die genaue Ursache des Unfalles wird noch von Experten geklärt.

Die Detonation war so heftig, daß Trümmerteile auf die Straße und auf den Gehweg geschleudert wurden. Kleidungsstücke und Gardinen hingen in den umliegenden Bäumen. Die Ehefrau war geschockt: “Ich wollte gerade gehen, da knallte es. Ich bin mit der Tür rausgeflogen.”

Dabei war es ein Zufall, daß keine weiteren Menschen verletzt wurden: Obwohl die Hamburger Straße in diesem Bereich sehr belebt ist, befand sich kein Fußgänger in der Nähe des Hauses, kein Auto fuhr auf der Straße. Lediglich der Wohnungsinhaber erlitt bei dem Unfall Schürfwunden und Verbrennungen, die im Krankenhaus behandelt wurden.

Die Polizei hatte es nicht weit zum Einsatzort: In dem betroffenen Gebäudekomplex liegt auch die Polizeiwache, die jedoch nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Feuerwehrmänner drangen unter Atemschutz in die Wohnung ein, löschten die Flammen und retteten die Bewohner. Die Kriminalpolizei rückte an und nahm Ermittlungen auf, Spezialkräfte des Landeskriminalamtes wurden ebenfalls alarmiert. Bürgermeister Ingo Zobel und Kreiswehrführer Hans-Jürgen Berner eilten zum Einsatzort. Denn niemand wollte zunächst glauben, was der Bewohner beteuerte: Er habe nur Insektenspray benutzt. Alle glaubten an eine Gasexplosion oder vermuteten, der Mann habe mit gefährlichen Mitteln experimentiert. Inzwischen aber steht fest, daß tatsächlich das Spray die Ursache der Explosion war.

Da durch die Wucht der Explosion sogar Wände in der Wohnung leicht verrückt wurden, mußte zunächst eine Statikerin begutachten, ob Einsturzgefahr besteht. Erst nach Stunden kam die Entwarnung, so daß die übrigen Bewohner des Hauses wieder in ihre Wohnungen zurück konnten.

Neben der betroffenen Wohnung wurden auch andere Wohneinheiten beschädigt.

Quelle: Hamburger Abendblatt Online, Norderstedter Zeitung
Link:
http://www.abendblatt.de/daten/2005/05/17/433824.html
erschienen am 17. Mai 2005

Explosion – Kripo untersucht das Insektenspray

Kaltenkirchen – Die Wohnung des 36 Jahre alten Kaltenkircheners, in der sich am Sonntag eine schwere Explosion ereignete, ist möglicherweise doch schwerer beschädigt, als ursprünglich angenommen: Statiker prüfen derzeit, ob Einsturzgefahr besteht.

Die Kombination von Insektenspray und einem eingeschalteten Computer hatte sich – wie berichtet – als fatal erwiesen: Das Luft-Gas-Gemisch hatte sich entzündet und eine heftige Detonation verursacht. Der 36 Jahre alte Bewohner der Drei-Zimmer-Wohnung erlitt Verbrennungen und wird immer noch im Krankenhaus behandelt. Ehefrau und Tochter sind bei Verwandten untergekommen. Die Wohnung wurde von der Kripo abgesperrt.

Inzwischen steht auch fest, woher das Insektenspray stammt. Nach Angaben der Polizei in Bad Segeberg hatte der Kaltenkirchener es per Internet bestellt und sich ins Haus schicken lassen. Die Marke gibt es in den hiesigen Geschäften nicht: Das Spray stammt aus Osteuropa und wird hier nicht über den Einzelhandel vertrieben. Der Mann hatte sich 14 Dosen von dem Spray schicken lassen, um Ungeziefer, das ihn schon längere Zeit geplagt hatte, in seiner Wohnung zu beseitigen.

Eine der Dosen läßt das Landeskriminalamt auf seinen Inhalt untersuchen, um herauszubekommen, welche Inhaltsstoffe zur Explosion führten. Der Norderstedter Kammerjäger Fred Meckel von der Firma “Killing for life” glaubt, daß die Treibgase Butan und Propan für die Explosion verantwortlich sind: “Sie gelten als hochexplosiv.”

Quelle: Hamburger Abendblatt Online, Norderstedter Zeitung
Link:
http://www.abendblatt.de/daten/2005/05/18/434409.html
erschienen am 18. Mai 2005

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