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Dubiose Fässer im Angelteich

03. JUNI 2000

Presseberichte

Taucher soll die Bergung vorbereiten

js Nützen – Fünf verdächtige Fässer, die auf dem Grund eines Angelteichs südlich von Nützen liegen, führten am Sonnabend zu einem Großeinsatz der Feuerwehr Kaltenkirchen und des Technischen Hilfswerks (THW) Bad Segeberg. Das Gewässer ist vom Angelsportverein Ohlau aus Lentföhrden gepachtet und liegt in der ehemaligen Kiesgrube Pfannenschmidt. Eigentümer des Geländes ist die Flughafengesellschaft Hamburg/Schleswig-Holstein.

Sporttaucher Dieter Bergemann, der einmal im Jahr für den ASV Ohlau den Teich entkrautet, hatte die fünf Fässer im April entdeckt. Zwei sind fast völlig versandet, eins ist eingeschlagen, während zwei offensichtlich noch voll sind. Die Behälter liegen etwa zehn bis 20 Meter vom Ufer entfernt in sechs bis sieben Metern Tiefe. Bei der gemeinsamen Aktion von Feuerwehr und THW unter Aufsicht von Andreas Mignat von der Wasserschutzbehörde des Kreises Segeberg ging es zunächst darum, die Fässer genau zu markieren und festzustellen, wie sie am besten vom unebenen Grund des Teiches geborgen werden können. Außerdem sollte eine erste Analyse versucht werden, was die Fässer enthalten und ob der Inhalt gefährlich ist.

Bergemann hatte nach dem Entdecken der fünf Metallbehälter sofort die Behörden verständigt. Darauf wurde unverzüglich ein Angel- und Badeverbot verfügt; denn im November 1995 waren in einem benachbarten Angelteich Fässer gefunden worden, die eine aufwendige Grundwassersanierung notwendig machten. Allerdings sind noch keine verendeten Tiere in dem fischreichen Gewässer der Pfannenschmidt-Kiesgrube entdeckt worden, in dem sich vor allem Hechte, Karpfen und Forellen tummeln. Feuerwehr und die THW-Taucher rückten zu ihrem Einsatz mit viel und vor allem modernstem Gerät an. Sogar ein Rettungswagen wurde am Angelteich positioniert, um die Taucher im Falle einer möglichen Kontaminierung sofort ins Krankenhaus bringen zu können. Dazu sagte Michael Mohr von der Freiwilligen Feuerwehr Kaltenkirchen: “Beim Umgang mit unbekannten Stoffen kann man nicht vorsichtig genug sein und geht am besten vom schlimmsten Fall aus.”

Quelle: Hamburger Abendblatt, Norderstedter Zeitung
erschienen am 5. Juni 2000

Entwarnung: Kein Gift im Angelteich

Groß angelegte Suchaktion in Nützen

Nützen (prs) Aufatmen konnten Bergungstrupps am Angelteich in Altspringhirsch: Die beiden Fässer, die am Wochenende aus dem trüben Wasser ans Ufer gezogen wurden, enthielten keine giftigen Altlasten, sondern nur Schlamm, von dem höchstwahrscheinlich keine Gefahr für die Natur und Mensch ausgegangen war. Die für zwei Tage angesetzte Aktion endete somit nach gut fünf Stunden. Das Bade- und Angelverbot ist aufgehoben. Was früher in den leckgeschlagenen Fässern gewesen war, müssen Untersuchungen noch ergeben.

Taucher waren vor einigen Wochen im Auftrag des Angelvereins Ohlau zum Frühjahrsputz in das Gewässer gestiegen und hatten dabei Fässer gesichtet. Daraufhin wurde die Wasser- und Bodenschutzbehörde des Kreises Segeberg eingeschaltet. Die Behörde ging davon aus, dass in dem idyllisch gelegenen Teich, den der Angelverein Ohlau von der Flughafengesellschaft gepachtet hat, in etwa sieben Meter Tiefe mehrere Fässer lagen. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, auf giftige Altlasten zustoßen, wurden für die Bergungsaktion unter der Leitung von Michael Mohr, Gefahrgutfachwart der Kaltenkirchener Feuerwehr, und des Kreisfeuerwehrverbandes, hohe Sicherheitsvorkehrungen getroffen.

Rettungstaucher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Bad Segeberg sollten die Fässer orten und an den Haken nehmen. Gefahrgutexperten der Freiwilligen Feuerwehr Kaltenkirchen standen in Schutzanzügen bereit, um den vermeintlich gefährlichen Fund an Land zu holen. Die Drehleiter der Feuerwehr sollte als Kran für den Transport dienen.
Auch für ein möglicherweise erforderliches Dekontaminieren der Männer in den Schutzanzügen war alles vorbereitet.

Spannung kam auf bei den Helfern von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW) und DRLG, als das erste Fass zweieinhalb Stunden nach Beginn der Aktion die Oberfläche erreichte. Als klar wurde, dass die Tonne leck war und nur noch Schlamm enthielt, waren alle Beobachter erleichtert. So auch der Abteilungsleiter der Kreisbehörde, Albrecht Blum, der seinen Urlaub unterbrochen hatte, sowie Andreas Mignat, zuständig in der Abteilung für den Wasserschutz. Neben einem zweiten kaputten Fass fanden die DLRG-Helfer, die jeweils zu zweit abtauchten, lediglich noch Bruchstücke, aber keine kompletten Behälter. Schlammproben aus einem der Fässer und Wasserproben werden noch untersucht. Wie Andreas Mignat der Segeberger Zeitung sagte, sei davon auszugehen, “dass es sich nicht um illegale Abfallentsorgung handelt.” Vermutlich gehörten die Fässer zum Schrott, der vor vielen Jahren in die Kiesgrube geworfen worden war.

Obwohl keine giftigen Altlasten oder sonstige für die Natur gefährlichen Stoffe gefunden wurden, hält der Kreis den großen Aufwand zur Bergung der Fässer für berechtigt. Denn vor fünf Jahren waren zufällig an einem Angelteich in der Nachbargemeinde Lentföhrden mehr als ein Dutzend Fässer unter anderem mit Lösemittel und Farbschlamm entdeckt worden. Der Kreis ist immer noch dabei, die Umgebung des Fundortes mit großem finanziellen Aufwand zu sanieren.

Quelle: Segeberger Zeitung
erschienen am 6. Juni 2000

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